Der Tag des Gewerblichen Schutzrechts hat die aktuellen Praxisfragen gebündelt: KI und Patentierbarkeit, nationale IP Strategie und Förderverknüpfung, Technologietransfer und Ausgründungen, SEP /FRAND Themen sowie UPC und Litigation Risiken. Die Teilnehmenden suchten vor allem nach konkreten To dos, Checklisten und umsetzbaren Handlungsempfehlungen — genau die Inhalte, die Mandanten auf Kanzleiwebseiten erwarten.
Die Panels zeigten deutlich, dass IP heute strategisch gedacht werden muss. KI Erfindungen verlangen eine klare Darstellung des technischen Beitrags und eine lückenlose Dokumentation. Fördergeber erwarten zunehmend nachvollziehbare IP und Verwertungspläne. Transferstellen und Investoren fordern gründungsfreundliche Lizenzmodelle, und in der Praxis bleiben Fragen zu SEP Lizenzierung und grenzüberschreitender Prozessführung zentral.
Fazit des Tages des Gewerblichen Rechtsschutzes:
Patentämter fordern, dass KI Lösungen eine technische Aufgabe lösen oder eine technische Wirkung erzielen. Dokumentation von Modellaufbau, Testaufbauten und Evaluationsmetriken erhöht die Erfolgschancen.
Behörden und Förderakteure verknüpfen IP Förderung mit Verwertungsnachweisen. Förderanträge profitieren von IP Scans und klaren Verwertungsplänen.
Marktübliche, flexible Lizenzmodelle erleichtern Spin offs. Klare Regelungen zu Exit, Beteiligung und Zahlungsmodalitäten sind entscheidend für Investoren.
Verhandlungsstrategien und kartellrechtliche Risiken bleiben praxisrelevant. Transparente Lizenzkonditionen und dokumentierte Verhandlungsansätze reduzieren Konfliktrisiken.
Forumwahl und Kostenabschätzung sind strategische Entscheidungen. Alternative Streitbeilegung kann in vielen Fällen sinnvoller sein als sofortige Klage.